Wahlverwandtschaft

Unter dem Titel Wahlverwandtschaft stellen junge niederländische Designer ihre Konzepte und Projekte vor.

Der ursprünglich wissenschaftliche Begriff Wahlverwandtschaft benennt bestimmte Reaktionsweisen chemischer Stoffe, die bei Kontakt mit neu hinzukommenden Elementen eine alte Verbindung aufgeben und mit anderen, neuen Elementen eine solche Wahlverwandtschaft eingehen.

Auf das Design übertragen meint Wahlverwandtschaft den unkonventionellen Materialeinsatz, das experimentelle Zusammenfügen von auf den ersten Blick nicht Kombinierbarem. Es meint aber auch die frei gewählten Beziehungen der Designer und die daraus erwachsenden Energien. Die niederländische Designszene erscheint als erkennbar untereinander verbunden, ist aber – wie die Ausstellung zeigt – voller individueller Kreativität.

Yuya Ushida

yuya / Wahlverwandschaften / Designers Fair 2011

Ist das Dekorieren eines Raumes nicht Design? Ist die tägliche Wahl der Kleidung nicht Design? Was genau machen Leute, die man Designer nennt? Wo sind die Grenzen zwischen Design und Kunst?

Tim Vinke

Tim Vinke

Der Name Het Kruikantoor ist eine Kombination der Wörter Schubkarre und Büro. Alle inneren Elemente können zusammengefügt und leicht bewegt werden.
Kruikantoor ist ein tragbares Büro aus EPS-Schaum und lackiert mit Polyurea-Heißspray. Das Büro, bestehend aus 2 Stühlen, einem Tisch, einer Lampe, Stromanschluss und Aufbewahrung, kann zu einer Einheit zusammengefügt oder zu einer kompletten Büroeinrichtung auseinander genommen werden.

Sjoerd Vroonland

Sjoerd Vroonland / Wahlverwandtschaften / Designers Fair 2011

Revised Craft ist die neueste Kollektion des niederländischen Produktdesigners Sjoerd Vroonland. Die Entwicklung der Serie geht für Vroonland mit Fragen einher wie: Ist ein Stuhl ganz und gar funktional? Ist er ein Schaustück mit einer visuellen Geschichte? Oder ist er ein Ausdruck von technischem Know-How und damit repräsentativ für seine Zeit?

Pepe Heykoop

Pepe Heykoop / Wahlverwandtschaften / Designers Fair 2011

Pepe Heykoop präsentiert neue Prototypen seiner Stühle aus der Serie Stitch und der Sputnik-Lampe. Außerdem werden die Leather Lampenschirme gezeigt, deren kürzlich in Mumbai eingerichtete Fertigungslinie die Tinymiraclesfoundation unterstützt, die Straßenkindern eine Schulausbildung ermöglicht.

Anna Ter Haar

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Cinderella’s Chair ist ein Folgeprojekt von Anna Ter Haars Buitenbeentje. Beinprothesen aus Glas wurden passend zu jedem Stuhl angefertigt. Das erhitzte, formbare Glas wurde über den jeweiligen Stuhl geblasen und so für jeden Stuhl eine eigene, einzigartige Prothese geschaffen.

David Derksen

David Derksen / Wahlverwandtschaften / Designers Fair 2011

Konstruktion und Material sind David Derksens Hauptinspirationsquellen. Durch unkonventionelle Verwendungen schafft er etwas Neues. Während das Design der Objekte nicht streng funktional ist, steht ihre Erscheinung in direktem Zusammenhang mit ihrer Konstruktion. Er möchte auf diese Weise die Schönheit des Materials sowie den Herstellungsprozess herausstellen.

Erik Stehmann

Erik Stehmann / Designers Fair 2011

Der niederländische Designer Erik Stehmann möchte Design spielerischer und dynamischer machen. Die Faszination neuer Materialien und die Lust am Durchführen nutzloser Experimente sind seine Hauptinspirationsquelle.

Danny Kuo

Danny Kuo / Designwalk / Designers Fair 2011

Als Designer glaube ich an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Technologische Fortschritte haben uns zu Weltbürgern gemacht und auch die Art, wie wir wohnen in den letzten 20 Jahren entscheidend verändert. Ob in der Freizeit oder bei der Arbeit – die Menschen werden immer mobiler. Diese Mobilität verlangt uns Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ab.

Amba Molly

Amba Molly / Wahlverwandtschaften / Designers Fair 2011

önnen Produkte, wie Menschen, einander befruchten und etwas Neues entstehen lassen? Amba Molly hat ein System von Gussformen erstellt, die auf menschlicher Zellteilung beruhen.

Klaas Kuiken

Klaas Kuiken / Designwalk / Designers Fair 2011

Klaas Kuiken graduierte in 2010 an der ArtEZ School of Arts in Arnheim, NL. In seiner Abschlussarbeit untersuchte er Unregelmäßigkeiten in Objekten aus Massenproduktion. Solche fand er bei Glasflaschen. Durch Erhitzen und Ausblasen verwandelt er diese Flaschen nach und nach in Unikate.